Chronik

 

TSV Stahnsdorf / Kleinmachnow e.V.

 

 

Gegründet wurde der Verein bereits am 1. Oktober 1966. Ziel war es für die Sektion Tennis, die bisher dem Verein TSG Einheit Kleinmachnow-Stahnsdorf angehörte, im Halbleiterwerk Stahnsdorf eine Betriebssportgemeinschaft (BSG) entstehen zu lassen. Der Betrieb schuf für die Weiterentwicklung des neuen Vereins eine gute materielle Basis, sodass sich bald weitere Sektionen anderer Sportarten anschlossen oder neu bildeten.

Der Anschluss der Sektion Tischtennis, die im Verein electronic Teltow auf der unteren Ebene am Spielbetrieb teilnahm, erfolgte mit ca. 40 Mitgliedern erst 1974. Sektionsleiter war damals Karl Fischer, der 1977 von Fritz Fleischer abgelöst wurde. Bis zum 20. Vereinsjubiläum 1986 setzte eine enorme Entwicklung ein, die besonders durch die Sportarten Tennis und Tischtennis zustande kam. Bei Tischtennis war die Mitgliederzahl auf über 100 gestiegen, davon waren allein etwa 80 Kinder und Jugendliche. Der gesamte Trainings- und Spielbetrieb musste in der viel zu kleinen Turnhalle der Lindenhofschule durchgeführt werden, in der immer erst für den Punktspiel- und Trainingsbetrieb die Beleuchtungsanlage mit erheblichem Zeitaufwand montiert und danach wieder abmontiert wurde. Für die damaligen Übungsleiter (Fritz Fleischer, Heinz Moselewski, Gerhard Niendorf, Dr. Peter Lippold) eine schwierige Zeit. Trotzdem gelang es mit viel Einsatz – speziell für den Nachwuchsbereich – zu beachtlichen sportlichen Erfolgen zu kommen. Bereits ab 1976 gingen viele Kreis- und Bezirksmeistertitel und vordere Platzierungen an den Nachwuchs des TSV. 1977 gelang dann Martina Grunwaldt mit dem 6. Platz in der DDR-Sonderklasse der Kinder bis 12 Jahre und mit dem DDR-Vizemeistertitel im gemischten Doppel der größte Erfolg für die Tischtennisspieler des TSV. Speziell im weiblichen Bereich war jetzt eine Basis mit leistungsstarken Mädchen vorhanden, die als Mannschaft im Nachwuchsbereich mit den besten Teams der DDR gut mithielt. Folgerichtig gelang dann 1982 einer jungen Mädchenmannschaft, von der noch heute Martina Grunwaldt, Andrea Henning und Andrea Heinze im Verein aktiv oder zumindest Mitglieder sind, der Aufstieg in die DDR-Liga der Damen, in der sie auf Anhieb den vierten Platz belegte. Danach stieß dann noch Kerstin Kliem (heute Janke) aus Brandenburg zu dieser Mannschaft, mit der dann sogar 1985 der Aufstieg in die höchste Spielklasse der DDR – der Oberliga – gelang. Tischtennis rückte dadurch einmal in den Mittelpunkt der Sportseiten in der Bezirkspresse, von der dann bei der alljährlichen Umfrage nach den besten Sportlern des Jahres Kerstin Janke – die Erfolgreichste im TSV-Quartett – den vierten Platz belegte und dafür auf einer Veranstaltung mit den anderen Platzierten geehrt wurde. Trotz eines weiteren Zugangs durch Britta Spilke, eine Brandenburgerin, die zeitweilig beim ESV Prenzlau spielte, blieb es in der Oberliga ein Höhenflug von einjähriger Dauer. Die Damen blieben aber bis zu dieser Zeit und darüber hinaus das Aushängeschild der Abteilung, während sich der Herrenbereich vor allem auch durch nachrückende Nachwuchsspieler wie Olaf Krüger und Hartmut Janke entwickelte und Anschluss an die Bezirksspitze fand. Bis zur Wende gehörten dann  die TSV-Damen weiter der  DDR-Liga an und wurden auch danach in der nun neuen Struktur sofort wieder in die der bisherigen DDR-Liga entsprechende Oberliga eingegliedert. Die in der Bezirksliga Potsdam spielenden Herren  wurden der Verbandsliga zugeordnet.

Ausschnitt aus 20 Jahre TSV > Mikroelektronik <  Stahnsdorf

In der Vereinsstruktur gab es durch die Wiedervereinigung eine erhebliche Veränderung. Die bestehenden Strukturen der DDR waren hinfällig geworden – das betraf natürlich auch den Sport. Der Träger des Vereins, der inzwischen in Mikroelektronik Stahnsdorf umbenannte Betrieb, wurde abgewickelt und der nun eigenständige Sportverein am 10.10.1990 beim Kreisgericht als TSV Stahnsdorf/Kleinmachnow e.V. eingetragen. Einige Abteilungen konnten durch diese Veränderungen nicht weiter existieren. Von den größeren blieben Tennis und Tischtennis übrig, bis sich 1997 Tennis selbständig machte. Bei Tischtennis gab es diese Überlegungen kurzzeitig auch – doch mit Rücksicht auf die Abteilungen Gymnastik und Seniorensport wurden sie schnell verworfen. So wurde der bisherige Verein weiter geführt mit dem Vorstand Hartmut Janke (1. Vorsitzender), Lutz Ehrhardt (2. Vorsitzender), Martina Weigel (Kassenwart)  und Gerhard Niendorf (Geschäftsführer). Lutz Ehrhardt schied 1999 aus.

Für die genannten Abteilungen ging es damit weiter. Bis zum Ausscheiden 1999 gehörte auch noch die Abteilung Basketball, die dann vom neu entstandenen Großverein RSV Teltow/ Stahnsdorf/Kleinmachnow übernommen wurde, dazu. Während sich die Damen um Frau Weigel der Gymnastik widmeten, fand die ältere Damen-Generation unter Leitung von Frau Moschütz  als Seniorengruppe ihre dem Alter angepasste, der Gesundheit nützliche, sportliche Betätigung.

Für Tischtennis gingen die Wettkämpfe der Damen in der Oberliga Berlin/Brandenburg, für die Herren in der neu gebildeten Verbandsliga des Landes weiter. Nach einer durch die Wende bedingten Flaute ging es auch beim Nachwuchs ab 1993 wieder aufwärts.

Den TSV-Damen gelang dann im fünften Oberligajahr 1997 ohne Niederlage in der schon seit einigen Jahren unveränderten Besetzung (Spilke, Grunwaldt, Janke, Heinze) für ein Jahr der Aufstieg in die Regionalliga Nord. Die Herren mussten auf den angestrebten Oberliga-Aufstieg  – u.a. mit Jörg Abel, Olaf Krüger, Hartmut Janke, Gerd Sablitzki – bis zur Spielserie 1997/98 warten. Während es für sie danach wieder zurück in die Verbandsliga ging, behaupteten sich die Damen in der Oberliga bis zur Saison 2001/02. Dem Abstieg folgte aber der sofortige Wiederaufstieg 2003/04 und die Oberliga-Zugehörigkeit hatte nun für einige Jahre bestand. Erst 2010/11 und 2012/13 ging es jeweils noch einmal abwärts.

Die Herren schafften in der Saison 2003/04 noch einmal für ein Jahr den Oberliga-Aufstieg und dann nochmals 2005/06 als der Pole Jaromir Pyrek zum Verein kam und die Mannschaft verstärkte. Durch den Zugang von Thomas Englert und den zumindest zeitweiligen Einsatz des Chinesen Jun Qui gehörte das TSV-Sextett nun zu den Besten der Oberliga, was dann in der Saison 2007/08 zum Regionalliga-Aufstieg führte. Mit der neuen Nummer 1 Markus Lietzau reichte es immerhin zum Relegationsplatz – doch auf eine weitere Teilnahme in dieser Spielklasse wurde verzichtet. Das auch als 2010/11 als der Regionalliga-Aufstieg noch einmal erspielt wurde. So blieb man bis zur Saison 2012/13 in der Oberliga, aus der sich die Mannschaft in Abstimmung mit dem Vorstand trotz eines erreichten fünften Platzes freiwillig in die durch Strukturänderung neu geschaffene Verbandsoberliga Berlin-Brandenburg verabschiedete. In der spielen sie wie auch die sportlich abgestiegene Damen-Team ab der Saison 2013/14.

Außer mit den Mannschaften gelangen auch bei Meisterschaften beachtliche Erfolge in den Einzel- und Doppelwettbewerben, die hier nur auszugsweise aufgeführt werden können.  Allen voran Thomas Englert, der bis auf eine Ausnahme seit der Saison 2006/07 bis 2012/13   Landesmeister im Einzel meist auch im Doppel und gemischten Doppel wurde. Mit insgesamt 22 Titeln ist er der erfolgreichste Spieler des Landes überhaupt. Mit guten Platzierungen im Land und Titeln im Landesbereich und davor im Bezirk Potsdam kommt ihm Olaf Krüger in der Erfolgsstatistik am nächsten. Jetzt gehört er zu den erfolgreichsten Senioren und war schon mehrmals Landesmeister in der Seniorenklasse 40.

Bei den Damen wurde Martina Grunwaldt in den neunziger Jahren zweimal Landesmeisterin im Doppel mit Britta Spilke und Birgit Süßenbach und holte sich in der Saison 1999/00 den Titel im Einzelwettbewerb.

Bei vielen dieser Meisterschaften war die Abteilung Tischtennis die Erfolgreichste im Land, Landesbereich und davor im Bezirk Potsdam. Ähnlich sah es zeitweise auch beim Nachwuchs aus, wo in früheren Jahren vor allem Olaf Krüger auf sich aufmerksam machte. Nach einer kleinen Flaute knüpft mittlerweile in letzter Zeit der Nachwuchs in einigen Altersklassen an die guten Ergebnisse an. Genannt sei dafür vor allem Vera Stuckert. Aber auch einige andere junge Talente zeigten mit ihren Leistungen, dass die Abteilung Tischtennis hier auf einem guten Weg ist, der für die Zukunft viel verspricht.

Mit Tischtennis ist der TSV nicht nur in der Landespitze, sondern auch in der Breite gut aufgestellt. Beweis dafür sind die inzwischen sieben Herrenmannschaften, die sich teilweise aus in die Region zugezogenen ehemaligen Tischtennisspielern und bisher auf Volkssportebene aktiven Sportkameraden gebildet haben. Auch der Zulauf bei den Jüngsten ist so groß, dass zeitweise die Hallenkapazitäten an ihre Grenzen stoßen und ein Aufnahmestopp notwendig wird. Nicht alle der Aufgenommenen schaffen es bis in die Mannschaften oder zur Teilnahme an Turnieren. Aber sie lernen das Leben in einer und das Anpassen an eine Gemeinschaft kennen. Dafür leisten engagierte Übungsleiter mit der Jugendwartin Veronika Schneider an der Spitze wertvolle Arbeit, die ihnen im weiteren Leben nützlich ist.

Erwähnt soll zum Abschluss noch werden, dass mit Michael Berkner seit 2010 der Präsident des Brandenburger Tischtennis-Verbandes aus den Reihen des TSV kommt. Er war im Gesamtverein viele Jahre Kassenwart und im Präsidium des TTVB Vizepräsident Jugend und hat sich so für diese hohe Aufgabe empfohlen!

Gerhard Niendorf

Anhang :  Chronik  20 Jahre TSV > Mikroelektronik < Stahnsdorf aus dem Jahr 1986 (ca. 18 MB) als PDF

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